Tarifvertrag druckindustrie 2019 gehalt

Schließlich ist es interessant, darauf hinzuweisen, dass in Finnland, anders als in anderen Sektoren, die Tarifverträge des Druckmediensektors eine absolute Pflicht zur Aufrechterhaltung des Industriellenfriedens beinhalten. • Das belgische Recht hat eine besondere zusätzliche Altersrente für professionelles Journalistenpersonal eingeführt (Königlicher Erlass vom 27. Juli 1971). Dieses Rentensystem wurde geschaffen, um den Beruf für die wichtige Rolle zu belohnen, die er während der beiden Weltkriege gespielt hat, und um die Einkommensverluste derjenigen zu kompensieren, die sich weigerten, für den Feind während dieser Zeit zu arbeiten. Dieses System gilt nur für “professionelle” Journalisten im Sinne des Gesetzes vom 30. Dezember 1963 (nach diesem Gesetz muss eine Person, um als professioneller Journalist anerkannt zu werden, mindestens zwei Jahre lang Journalismus als seine Hauptberufstätigkeit ausgeübt haben und für allgemeine Nachrichtenmedien arbeiten). Auch Arbeiter in Druckereien erhalten über die Zusatzpensionskasse des Gemischten Ausschusses eine Zusatzrente. • Italien ist wahrscheinlich das einzige EU-Land, in dem sich der Printmediensektor durch Tarifverträge und Gesetze (Gesetz Nr. 69 von 1963) in Bezug auf regulatorische Quellen von den meisten anderen Sektoren unterscheidet. Daher gibt es zahlreiche Unterschiede zwischen den Rechten der Printmedienarbeiter und denen der Mehrheit der anderen Arbeitnehmer. Dies ist auf die Besonderheit der Printmedienaktivitäten im Vergleich zu anderen Berufen zurückzuführen.

Was die Gewerkschaftsrechte betrifft, so werden die durch das Arbeitnehmerstatut geschaffenen Einheitsarbeitsstrukturen (RSU) durch Redaktionsausschüsse (Comitati di Redazione, CDR) ersetzt, die in Verlagsgesellschaften mit mehr als zehn Redakteuren eingerichtet werden können. Die Ausschüsse überwachen die Anwendung der Vereinbarung und unterbreiten dem Unternehmen Vorschläge und Initiativen. Darüber hinaus wird gemäß dem kürzlich ausgelaufenen Tarifvertrag eine “maximale” Wochenarbeitszeit für Journalisten in Italien auf 36 Stunden festgelegt. Die Rechte der Drucker unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Arbeitnehmer in anderen Sektoren. In Finnland bilden die Leitlinien für Journalisten und der Rat für Massenmedien in Finnland (Julkisen sanan neuvosto) die Grundlage für die Selbstregulierung der Massenmedien. In den Leitlinien für Journalisten werden die ethischen Grundsätze der Journalisten und Verleger zum Vorhaben. Der Rat für Massenmedien interpretiert gute journalistische Praxis und verteidigt die Redefreiheit und das Recht auf Veröffentlichung. Zu den Tarifverträgen von Journalisten gehören auch Verweise auf gute journalistische Praxis. Die größte Herausforderung für die Printmedienbranche besteht auch heute noch in den Restrukturierungsprozessen, die in letzter Zeit (hauptsächlich durch Fusionen und Übernahmen) stattgefunden haben und die sowohl bei Unternehmen als auch bei Den Beschäftigten Überkapazitäten abgebaut haben. Ein gutes Beispiel für die Auswirkungen dieses Prozesses ist in Österreich zu finden. Angesichts der stetig sinkenden Marktpreise für Printprodukte und des zunehmenden Wettbewerbsdrucks aus den sogenannten Niedriglohnländern fordert der wichtigste Arbeitgeberverband Österreichs im Einklang mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes, um die Arbeitszeitregelungen weiter zu lockern und die Lohnnebenkosten zu senken.